Verhinderter Leserbrief von Dilli Dillmann von Anfang Dezember 2011:
„Leserbrief Castor Berichterstattung LZ
Die Haitzinger Zeichnungen vom 26./27.11 und vom 30.11. d. J. als Karikaturen zu bezeichnen ist sehr gewagt, sind doch die inhaltlichen Aussagen auf einem Niveau, das ich der LZ nicht zugetraut hätte.
Aber auch die restliche Berichterstattung über den letzten Castor- Transport ist ziemlich einseitig. So fehlt die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lüneburg, das die Strahlenwerte am Zwischenlager in Gorleben mit 0,294mS so hoch sind, das ein erneuter Transport garnicht mehr genehmigt werden durfte. Das bis zu 1000 Menschen in einem Polizeikessel auf freiem Feld rechtswidrig von drei Uhr morgens bis zum späten Nachmittag ohne dem verfassungsmäßig verbürgten „Richtervorbehalt“ festgehalten wurden oder die Presse an ihrer Arbeit massiv behindert wurde, kein Wort. Allein die Akkreditierungspraxis der Polizei, rechtmäßige Presseausweise nicht zu akzeptieren spricht einer demokratischen Gesellschaft Hohn. Journalisten wurden gezwungen, ihre Aufnahmen zu löschen, andere wurden weggedrängt, eine Journalistin wurde von einem Hund gebissen.
Die Pressefreiheit wurde buchstäblich mit Füßen getreten. Das ist ihnen als so genannte dritte Gewalt keine Meldung wert. Der embedded Journalismus ist in der Region angekommen. Und was ist eigentlich ein Grundrecht wert, wenn es um den Profit der Atommafia durchzusetzen, außer Kraft gesetzt wird?“
Es ist kaum zu glauben: Polen will in die Atomkraft einsteigen! Und das, nachdem das Land nach der Wende schon einmal ausgestiegen war. Offensichtlich ist die Katastrophe in Fukushima an den polnischen Verantwortlichen spurlos vorüber gegangen.