LAgA plant Vortragsreihe im März / April

25 Jahre liegen zwischen den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima. Beide Ereignisse jähren sich im Frühjahr. In diesem Zeitraum plant das Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom verschiedene Veranstaltungen: Vorträge, Gedenktage, Kulturabende.

Konkret sind dabei schon einige Vorträge:

Wolfgang Neumann: “Warum der letzte Castortransport noch lange nicht der letzte war! Atommüllaufkommen und –Entsorgung in Deutschland” voraussichtlich 05.03.2012

Sascha Adamek: “Die Atomlüge - Atomwirtschaft und Lobbyismus” voraussichtlich 12.03.2012

Ulrich Kleemann: “Bewertung des Endlagerstadortes Gorleben” voraussichtlich 25.04.2012

Sicher wird es auch eine Gedenkveranstaltung am 11.03.2012 geben.

Weitere Termine und Details demnächst auf dieser Seite!

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CDU-Grindel und Pols müssen Unterlassungserklärung unterzeichnen

Ungekürzte Wiedergabe der
Pressemitteilung der Rechtshilfe Gorleben vom 4. Januar 2011

Juristischer Erfolg gegen CDU-Abgeordnete

Wieder wurde ein Gorleben-kritischer Wissenschaftler diffamiert

Die niedersächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel und Eckhardt Pols sind mit ihrem Versuch, durch diffamierende Äußerungen den Ruf des Berliner Endlagerexperten Dr. Ulrich Kleemann zu beschädigen, gescheitert. Gegen Grindel hat das Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung erlassen. Pols unterzeichnete nach Abmahnung durch die Anwälte Kleemanns eine Unterlassungserklärung.
Kleemann hat kürzlich mit einer Gorleben-kritischen Studie für Aufsehen gesorgt. In seiner Literaturrecherche im Auftrag der Rechtshilfe Gorleben kommt der Geologe und ehemalige Fachbereichsleiter im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zu dem Schluss, dass der Salzstock Gorleben nicht einmal die Mindestkriterien für ein Atomendlager erfüllt. Nach Veröffentlichung seiner Expertise wurde Kleemann von diversen CDU-Politikern durch Falschbehauptungen persönlich heftig attackiert. So verbreitete Grindel in einer Pressemitteilung, Kleemann habe das BfS verlassen, „weil er als führender Mitarbeiter der bundeseigenen Gesellschaft Asse GmbH die Probleme im dortigen Endlager nicht in den Griff bekommen“ habe. Inzwischen wurde ihm im Rahmen einer einstweiligen Verfügung vom Landgericht Berlin untersagt, diese Behauptung weiter aufzustellen.

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Zwischenlager Gorleben wirklich OBERirdisch!!!

Man sollte es nicht für möglich halten.
Gorleben als Atommüll-Standort ist seit 30 Jahren in der Diskussion. Seit 16 Jahren laufen fast jedes Jahr Transporte ins Brennelementelager Gorleben (das so genannte “Zwischenlager”). Die Medien berichten jedes Mal über die Proteste und die Ankunft der CASTORen im Zwischenlager.

Und trotzdem hält sich eine irrige Meinung bei vielen Menschen, seit Anbeginn dieser Transporte: Die CASTORen würden unterirdisch, in einem Teil des Salzstocks, dem Zwischenlager, gelagert. (Beispiele für diesen Irrglauben findet man unter anderem in diesen beiden Radio-Interviews: 1. DRadio, Interview mit einem “Kulturwissenschaftler und Protestforscher” und 2. Interview des freien Senders Radio Lora / München mit Wolfgang Ehmke, einem der SprecherInnen der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg [3'00'' bis 3'21''])

Diese Verwirrung kann nur seinen Grund darin haben, dass viele Menschen die örtlichen Gegebenheiten nicht kennen.
Dabei gibt es unzählige Publikationen, Filme, Printmedien, die das ganz klar machen:

Es gibt zwei entscheidende Teile des Gorlebener Neubaugebiets:

1. Das OBERirdische Zwischenlager, zu dem auch das Fasslager gehört – und das angrenzende Dreieck der “Pilotkonditionierungsanlage” in denen geplant war, die CASTORen zu entpacken und das Inventar endlagerfähig in so genannte POLLUX-Behälter umzupacken und

2. Das größtenteils UNTERirdische Erkundungsbergwerk (Endlagerbaustelle).

Die Konsequenzen aus diesem Irrglauben (dass die CASTORen bereits jetzt in einem Teil des Salzstocks stehen) liegt auf der Hand. Denn die Menschen verstehen die Probleme nicht, die wir sowohl mit der so genannten “Kartoffelscheune” / Leichtbauhalle des Zwischenlagers, als auch mit dem maroden Salzstock haben. Es wäre unverständlich

  • warum wir uns über den Ausbau zu einem Endlager so aufregen
  • warum die Endlagerung im gleichen Salzstock noch mehr auf Widerstand stößt?
  • warum sollte denn jetzt noch was neues Endlager gesucht werden, wo die Castoren doch eh schon da sind “wo sie hingehören”?
  • Warum soll das Zwischenlager nicht gegen Abstürze von Flugzeugen sicher sein, es ist doch unterirdisch?!

Ein schon etwas älterer (2003) Beitrag in “Die Zeit” setzt sich auf sehr einprägsame Weise mit diesem Thema auseinander… Er ist nach wie vor sehr lesenswert:

“Die Lengende vom Salzstock”, Feuilleton von Andreas Maier, 20.11.2003

Hier zur Veranschaulichung der beiden Teile des “Atommüllparks Gorleben” eine Google-Map:


Gorleben-Atomanlagen auf einer größeren Karte anzeigen

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Keine Rückholung des Atommülls aus Asse II?

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) zitiert in ihrer jüngsten Pressemitteilung die Hannoversche Allgemeine. Hiernach sagt ein internes BfS-Papier aus, dass der Plan einer Rückholung des radioaktiven Inventars in den Schächten der Lagerstätte Asse II aufgegeben werden solle.

Hierzu sollen “bereits jetzt alle fachlichen und kommunikativen Vorbereitungen für eine Aufgabe des Projekts” getroffen werden, so die HA.

Die BI fordert dringend nicht vom Plan der Rückholung abzurücken:

»Für die Rückholung und den Verschluss des maroden Endlagerbergwerks werden bis zu 4 Milliarden Euro veranschlagt. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:” Es muss bei der Rückholung des Mülls bleiben, um eine Verseuchung des Grundwassers auszuschließen, die Sicherheit hat einen Preis, den aus unserer Sicht die Abfallverursacher zu zahlen haben.”«

und weiter in einer folgenden Presseerklärung der BI

»Minister Röttgen hat bislang weder das Bergwerk besucht noch sich zur Rückholung bekannt. Auch das niedersächsische Umweltministerium (NMU) verzögert durch seine Genehmigungs- und Auflagenpraxis die Rückholung. Die Flutungs-Befürworter befürchten doch letztlich die Bilder von zurückgeholtem Atommüll: damit würde das Scheitern der deutschen Endlager-Strategie „aus den Augen – aus dem Sinn” allzu offensichtlich.«

(Quelle: Newsletter der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, vom 23. Dezember 2011, 8:49 Uhr und 8:50 Uhr)

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Landeszeitung druckt Leserbrief mit fadenscheinigen Argumenten nicht ab…

Verhinderter Leserbrief von Dilli Dillmann von Anfang Dezember 2011:

Leserbrief Castor Berichterstattung LZ

Die Haitzinger Zeichnungen vom 26./27.11 und vom 30.11. d. J. als Karikaturen zu bezeichnen ist sehr gewagt, sind doch die inhaltlichen Aussagen auf einem Niveau, das ich der LZ nicht zugetraut hätte.
Aber auch die restliche Berichterstattung über den letzten Castor- Transport ist ziemlich einseitig. So fehlt die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lüneburg, das die Strahlenwerte am Zwischenlager in Gorleben mit 0,294mS so hoch sind, das ein erneuter Transport garnicht mehr genehmigt werden durfte. Das bis zu 1000 Menschen in einem Polizeikessel auf freiem Feld rechtswidrig von drei Uhr morgens bis zum späten Nachmittag ohne dem verfassungsmäßig verbürgten ”Richtervorbehalt” festgehalten wurden oder die Presse an ihrer Arbeit massiv behindert wurde, kein Wort. Allein die Akkreditierungspraxis der Polizei, rechtmäßige Presseausweise nicht zu akzeptieren spricht einer demokratischen Gesellschaft Hohn. Journalisten wurden gezwungen, ihre Aufnahmen zu löschen, andere wurden weggedrängt, eine Journalistin wurde von einem Hund gebissen.
Die Pressefreiheit wurde buchstäblich mit Füßen getreten. Das ist ihnen als so genannte dritte Gewalt keine Meldung wert. Der embedded Journalismus ist in der Region angekommen. Und was ist eigentlich ein Grundrecht wert, wenn es um den Profit der Atommafia durchzusetzen, außer Kraft gesetzt wird?”

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Redebeitrag von Ruiko Muto bei Demonstration der 60.000 in Tokyo

Heute erhielten wir die Übersetzung des Redebeitrags einer Japanerin, Ruiko Muto, die bei einer der größten Anti-Atom-Demonstrationen in Japan, bereits am 19. September 2011 eine bewegende Rede hielt.

Ins Deutsche übersetzt wurde sie von Michi Kitazawa-Engel, einer sehr engagierten Lüneburger Anti-Atom-Aktivistin.

Danke Michi!!!


Frau Ruiko MUTO ‘s Rede auf der Anti-Atom Demonstration mit 60.000 Teilnehmern

19. September 2011
Tokio, Japan
(Original in Japanisch: http://hairoaction.com/?p=774)

Hallo, ich komme aus Fukushima.

Ich kam zusammen mit Busladungen von Leuten aus Fukushima und Zufluchtsorten außerhalb Fukushima’s. Für viele ist es das erste Mal, dass sie an einer solchen Kundgebung oder Demonstration teilnehmen. Doch wir haben uns gegenseitig ermutigt, dass wir diejenigen sein müssen, die die Geschichte unserer bitteren Erfahrungen nach der Atomkatastrophe in Fukushima erzählen, dass wir unsere Stimme gegen die Atomkraft erheben müssen.
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Atomkatastrophe in Fukushima endlich vorbei…

heute teilte die japanische Regierung der (un)interessierten Weltöffentlichkeit mit, dass die Atomkatastrophe von Fukushima offiziell als beendet erklärt wird.
Weiter wird bekannt gegeben, dass die für diese Erklärung nötige “Kaltabschaltung” jetzt gelungen sei. Dazu sei es nötig, dass die Reaktoren dauerhaft unter 100°C gehalten würden. Dieses Ziel sei mit bis zu 60°C “kaltem” Kühlwasser zum Teil deutlich unterschritten worden…

Klasse, da freuen sich die betroffenen Menschen in der Region Fukushima und Miyagi und weiteren großräumig verstrahlten Gebieten bestimmt.
Während in der Region um Tschernobyl auch nach 25 Jahren noch kein Land in Sicht ist und nach wie vor –wie wäre es anders zu erwarten– unvorstellbare Flächen sehr hoch verstrahlt sind, ist das in Japan bereits nach 9 Monaten gelaufen.

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graswurzel.tv zeigt Filme vom diesjährigen Castortransport

Mehr als 126 Stunden, vom 23. – 28. November 2011, war der 13. Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague zum niedersächsischen Zwischenlager in Gorleben unterwegs.

Das alternative Medienprojekt „graswurzel.tv“ aus Lüneburg hat den Transport und den Widerstand dagegen ab der deutsch-französischen Grenze bis ins Wendland mit Kameras begleitet.

Es entstanden 25 kurze Videoclips, die  graswurzel.tv  am 19.12.2011 um  19:00 Uhr im Freiraum Lüneburg (Vierorten über dem Salon Hansen), Salzstr.1, 21335 Lüneburg zeigt. 

Mehr Infos unter: http://www.graswurzel.tv/n63.html

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Atomkraftwerke in Polen verhindern

Es ist kaum zu glauben: Polen will in die Atomkraft einsteigen! Und das, nachdem das Land nach der Wende schon einmal ausgestiegen war. Offensichtlich ist die Katastrophe in Fukushima an den polnischen Verantwortlichen spurlos vorüber gegangen.

 Polen will nun ein eigenes Atomenergieprogramm starten und den, seit der Wende im Jahr 1989 bestehenden, Stopp für Atomkraftwerke aufheben. Mehr Infos und eine Unterschriftenkampagne findet ihr beim Umweltinsitut München.

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Pressearbeit bei Castortransport massiv behindert

Dreharbeiten behindert, Fotos gelöscht, Handgreiflichkeiten – Journalisten klagen über schwierige Bedingungen bei der Berichterstattung zum Atommüll-Transport.

Das NDR Magazin Zapp berichtet ausführlich unter “Castor: Polizei gegen Presse”

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