Betreiber kündigt für den Rückbau des AKW Krümmel geringere Einleitungen in die Elbe an, als bisher beantragt

„Energiewende konkret“ unter diesem Motto berichtete der Betreiber des AKW Krümmel am vergangenen Donnerstag bei einer Infoveranstaltung im Oberstadttreff Geesthacht über den Stand der Dinge beim Rückbau.

Gegenüber dem ersten Termin im Januar 2016 haben sich vor allem zwei Dinge geändert. Zunächst fällt positiv auf, dass sich der Umgang mit der Bevölkerung deutlich geändert hat. Gab es 2016 noch kurze aggressive Entgleisungen der Vattenfall-Vertreter auf kritische Nachfragen oder ironische „von oben herab“-Bemerkungen, ist man nun zumindest sprachlich um Augenhohe bemüht. Der Ton ist höflich, man versucht zu erklären, was man macht.

Die andere Veränderung bezieht sich auf die Anzahl der ZuschauerInnen. Mit gut 20 hat sich diese drastisch reduziert. Eine wirklich spannende Ansage haben die Weggebliebenen dabei verpasst. Weiterlesen

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Einleitung radioaktiver Abwässer beim Abriss des AKW Brunsbüttel jetzt doch deutlich geringer als ursprünglich beantragt

Wie so oft in der Geschichte der Anti-Atom-Bewegung zahlt sich Hartnäckigkeit wieder aus.

Ursprünglich hat der Betreiber Vattenfall für den Rückbau des AKW Brunsbüttel die gleichen Abgaben radioaktiver Abwässer in die Elbe beantrag, wie im Leistungsbetrieb. Und das obwohl diese Werte im Leistungsbetrieb nie erreicht wurden. Im Gespräch mit LAgAtom hatte Ingo Neuhaus, Leiter der Atomsparte bei Vattenfall, das im März auf einer Veranstaltung des Landkreises Lüneburg zum Rückbau des AKW Krümmel noch damit begründet, dass man damit die gesetzlichen Grenzwerte einhalte. Darüber wolle man nicht hinausgehen. Für eine Reduktion der Antragswerte sehe man keine Rechtsgrundlage.  

Nun hat Beharrlichkeit und Druck des BUND Schleswig-Holstein und lokaler Bürgerinitiativen augenscheinlich doch Erfolg gezeigt. Wesentlich unterstützt wurden sie dabei durch die 4000 Einwendungen, die gegen den Vattenfall-Antrag zur wasserrechtlichen Genehmigung eingereicht wurden.

In einer von der Genehmigungsbehörde moderierten Runde wurde der Einleitungswert nun von  1,85 x 1011 Becquerel auf 5 x 109 Bq im Kalenderjahr abgesenkt (Presseinformation-MELUND).

Mit der gestrigen Vereinbarung wird die Grundlage geschaffen, den von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragenen Rückbau des AKW Brunsbüttel zügig und in einem ausreichend sicheren Maß durchzuführen“, so Rainer Guschel, Atomexperte und Vorstandsmitglied im BUND-Schleswig-Holstein. „Es ist uns im intensiven und konstruktiven Dialog mit Betreiber und Ministerium gelungen, einen Einleitungswert festzulegen, der nur noch knapp 3 Prozent des gesetzlichen Grenzwertes beträgt.“

Die Einigung in Brunsbüttel steht damit im starken Kontrast zu den Entwicklungen an anderen Rückbaustandorten in anderen Bundesländern, bei denen die Genehmigungsbehörden in der Regel die Betreiberanträge weitgehend durchwinken.

LAgAtom begrüßt die Entscheidung in Brunsbüttel ausdrücklich. Sicherlich muss man das im Detail noch prüfen. Aber im Prinzip ist die Situation beim AKW Krümmel identisch, auch hier will der Betreiber im beträchtlichen Umfang radioaktive Abwässer in die Elbe einleiten.

Gleicher Betreiber, gleiche Genehmigungsbehörde, gleicher Fluss – da geht doch was!!

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Protokoll zum Erörterungstermin des AKW-Krümmel Rückbaus liegt jetzt vor

Am 11. Und 12. Dezember 2018 fand in Reinbeck bei Hamburg der Erörterungstermin für den Rückbau des Atomkraftwerkes Krümmel statt. Hier findet ihr unsere erste Einschätzung des Termins.

Das Genehmigungsverfahren schreibt für derartige Termine ein Wortprotokoll vor. Bereits beim entsprechenden Termin für den Rückbauantrag der Atomforschungsanlagen des HZG hat die Begleitgruppe von der Genehmigungsbehörde dem Umweltministerium in Kiel (MELUND) eine Veröffentlichung des Protokolls erbeten – leider erfolglos. An dieser aus Haltung des Ministeriums hat sich nichts geändert. Das Protokoll liegt zwar vor und wurde nun als pdf an die TeilnehmerInnen des Erörterungstermins versendet, allerdings mit der Auflage, es nicht weiter zu verbreiten. Auch wenn MELUND andere Dokumente aus dem Rückbauverfahren online stellt, ist das für das Protokoll nicht vorgesehen. Aus unserer Sicht ein Verlust im Bemühen um Glaubwürdigkeit und Transparenz.

 Menschen, die nicht beim Erörterungstermin waren, aber vorab eine Einwendung geschrieben haben, dürfen hingegen das Protokoll lesen. Sie können es beim MELUND anfordern.

Bitte richtet Eure Anfragen an:

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

Referat Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen für kerntechnische Anlagen

Adolf-Westphal-Straße 4

24143 Kiel

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Rückbau-Veranstaltung der Landkreise Harburg und Lüneburg – Teil 3

Die Stilllegung und der Rückbau des „Krümmel Monster“ sind ohne Frage ein Gewinn für die Region. Doch auch die Rückbaumaßnahmen und vor allem die Lagerung des verbleibenden Atommülls sind mit erheblichen Strahlenrisiken verbunden. Das Atomrecht sieht für den über viele Jahrzehnte laufenden Prozess nur eine Bürgerbeteiligung vor.  Das Land Niedersachsen hat daher den Landkreisen Harburg und Lüneburg Gelder zur Verfügung gestellt, damit die BürgerInnen qualifizierte Einwendungen erheben können. Insgesamt sind drei Veranstaltungen in den beiden Landkreisen geplant. Leider folgt nun Teil 3 erst nach Abschluss der Bügerbeteiligung.

Dennoch bietet sie eine Möglichkeit, sich kritisch mit den Plänen des Betreibers auseinander zu setzen.

Im Mittelpunkt steht diesmal die Überwachung der Anlage und ihrer Umgebung beim Rückbau. Über die eigenen Maßnahmen des Betreibers berichtet Wolfgang Schappert, Fachbereichsleiter Überwachung beim Kernkraftwerk Krümmel. Die Umgebungskontrolle und die Überwachung des Atomreaktors aus der Ferne erläutert Dr. Jürgen Müller vom Ministerium für Energiewende in Kiel in seinem Vortrag. Zu beiden Themen nimmt anschließend Karsten Hinrichsen von der Bürgerinitiative „Brokdorf Akut“ Stellung.

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Info- und Diskussionsveranstaltung der Landkreise Lüneburg und Harburg

Donnerstag 21. März 2019 von 18:00 – 21:00 Uhr

Forum des Bernhard-Riemann-Gymnasiums

Duvenbornsweg 5a

21379 Scharnebeck

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LAgAtom ist kein Veranstalter der Reihe, begrüßt das Engagement der Landkreise aber ausdrücklich. Wir hoffen auf viele kritische Fragen.

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Zwei Tage Erörterung zum Rückbau AKW-Krümmel – LAgAtom zieht erste Bilanz

Am 11. und 12. Dezember fand in Reinbeck bei Hamburg die Erörterung zum Rückbauantrag für das AKW Krümmel statt. Lagatom hat sich hier im Vorfeld intensiv mit einer Sammeleinwendung eingebracht und war bei dem Termin mit vier VertreterInnen dabei.

Wir wollen hier eine erste Bilanz ziehen.

Für die, die nicht im Thema sind: Worum geht’s? Vattenfall hat den sofortigen Rückbau des AKW Krümmel beantragt. Außerdem will der Betreiber auf dem AKW Gelände in Geesthacht neben der vorhandenen CASTOR-Halle für den hochradioaktiven Atommüll ein neues Lager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll bauen (LASMA). Beide Lager werden über Jahrzehnte benötigt, denn betriebsbereite Endlager sind nicht in Sicht.

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Hauptkritikpunkte am Rückbaukonzept (aktualisiert nach dem Erörterungstermin)

Die Presse zum Erörterungstermin

So kommt ihr zum Wortprotokoll des Erörterungstermins

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Den Auftakt beim Erörterungstermin machte der Staatssekretär im Kieler Umweltministerium (MELUND), Herr Goldschmidt. Er legte die Anspruchslatte ganz schön hoch, indem er den Erörterungstermin als Sternstunde der Demokratie bezeichnete. So ganz euphorisch schließen wir uns da dann doch nicht an. Weiterlesen

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Erörterungstermin zum Rückbau des AKW Krümmel – das schreibt und sagt die Presse

Das AKW Krümmel wird zurück gebaut. Neben aller Freude über das Ende des Krümmelmonsters bleibt die Sorge um die Risiken, die mit dem Abbau verbunden sind. Grund genug für eine kritische Begleitung durch die Anti-Atom-Bewegung.

Grund genug auch für die Presse, vom Erörterungstermin zum Rückbauantrag zu berichten.

Die Lüneburger Landeszeitung hat sich die Anwesenheit beim Termin gespart (shame on you). Dafür berichten andere umso mehr:

In der Online-Version der Lübecker Nachrichten sind gleich drei Artikel erschienen:

Atomkraftgegner diskutieren Rückbau des Atomkraftwerkes Krümmel

Lob für-Atomaufsicht von Atomkraftgegnern in Krümmel

Atomschrott aus Krümmel soll in die USA

Der NDR war immerhin am ersten Tag der Erörterung dabei:

Bürger-und-Betreiber-diskutieren-über-Krümmel-Rückbau

Und so sieht es das MELUND:
Bilanz_Erörterungstermin

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So kommt ihr an das Wortprotokoll vom Erörterungstermin zum Rückbau des AKW Krümmel

… oder auch nicht.

Zwei Tage Erörterungstermin: das ist ganz schön viel, um sich alles zu merken. Ohne Protokoll keine Chance, wenn man prüfen will, ob nichts unter  den Tisch gefallen ist. Schon für den Erörterungstermin zum Rückbau des HZG-Forschungsreaktors haben wir uns intensiv mit dem MELUND um die allgemeine Veröffentlichung gestritten. Selbst eine offizielle Anfrage der Begleitgruppe mit Unterstützung des Betreibers  half da nicht. Ein Hauptargument der Behörde war damals, dass man das vorab hätte klären müssen.

Wir lernen ja! Aber auch bei einen informelle Anfrage vor dem Erörterungstermin bleibt dabei: Das Protokoll wird  nur an den Betreiber und  die EinwenderInnen herausgegeben.

Alle die rechtzeitig Einwendung erhoben haben, können eine Abschrift bzw. ein pdf des Protokolls bei der Genehmigungsbehörde einfordern. Und das unabhängig davon, ob sie an den beiden Tagen in Reinbeck waren oder nicht.  

Anfragen an:

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

Referat Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen für kerntechnische Anlagen

Adolf-Westphal-Straße 4

24143 Kiel

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Ab 11.12.18 startet der Erörterungstermin zum Rückbau des AKW Krümmel

Am Dienstag, den 11. Dezember 2018, geht der Antrag auf Rückbau des AKW  Krümmel in die nächste Runde.

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11.12.18 09:30 Uhr (Einlass ab 08:30 Uhr)

Sachsenwald Forum, Hamburger Straße 4-8, 21456 Reinbek

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Zur Erinnerung der Betreiber Vattenfall hatte nach dem Verlust der Betriebsgenehmigung bis zum August 2015 gewartet und dann einen Antrag auf “sofortigen Rückbau” des AKW gestellt. Eigentlich eine gute Nachricht; aber wie so oft, muss man auf die Details schauen. Auch wenn die Antragsunterlagen, die im August und September Auslagen an vielen Stelle dürftig bleiben, wird doch eines deutlich, die Pläne von Vattenfall beinhalten viele Risiken.  (Mustereinwendung auf www.lagatom.de)

Grund für rund 400 Menschen, eine Einwendung gegen die Pläne zu erheben.

Diese Einwendungen  sollen nun ab dem 11.12.18 erörtert werden. (Der Termin wird ggf. am 12. Dezember und am 13. Dezember 2018 fortgesetzt.)

Redeberechtigt ist jedeR EinwenderIn. Zuschauer sind erlaubt.

Das MELUND hat vorab eine Leitfaden  zum Ablauf des Erörterungstermins veröffentlicht. Diesen Leifaden findet ihr auf der Seite des MELUND oder hier als Download.

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Strahlende Abwässer in die Elbe – wer will denn so etwas?

Nach und nach sollen in den kommenden Jahren die Pannenreaktoren an der Elbe zurück gebaut werden. Für die AKW Brunsbüttel und Krümmel hat der Betreiber Vattenfall dafür Anträge beim zuständigen Umweltministerium in Kiel (MELUND) gestellt.
Parallel dazu müssen auch neu Genehmigungen für die Einleitung von Kühl- und Abwässern gestellt werden. Aktuell läuft die Einwendungsfrist für den Antrag von Vattenfall , die beim Zerlegen des AKW Brunsbüttel entstehenden, strahlenden Abwässer, in die Elbe leiten zu dürfen.
Die Gruppe Bokdorf akut und die BUND Kreisgruppe Steinfurt kritisieren, dass wesentlich mehr Filtertechnik eingesetzt werden könnte. Damit sei die Strahlenbelastung auf nahe Null reduzierbar. Der Betreiber wolle hier Kosten sparen.
Eine Sammeleinwendung gegen diese unverantwortliche Belastung der Umwelt findet Ihr hier.

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Demonstration in Lüneburg: für Klimaschutz und Kohleausstieg

 

Im Dezember ist es wieder so weit und der nächste Weltklimagipfel findet statt. Dass bei solchen Gipfeltreffen nicht viel bzw. gar nichts bei rumkommt, ist nichts neues. Dass auch Deutschland in Form der Bundesregierung zu wenig für die Erreichung der Klimaziele oder gar Umweltschutz tut, ist auch kein Geheimnis mehr.

Gerade deswegen gilt es jetzt, die Stimme zu erheben und
gemeinsam für Klimagerechtigkeit und Umweltschutz zu demonstrieren.

Zusammen in einem großen Bündnis ist diese Demo entstanden.
Sie startet am

Samstag, den 24.11.18 um 11 Uhr
am Clamartpark (Friedenstraße 1, in Lüneburg)

Mehr Infos unter
https://www.facebook.com/events/177827453157707/

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