Protokoll zum Erörterungstermin des AKW-Krümmel Rückbaus liegt jetzt vor

Am 11. Und 12. Dezember 2018 fand in Reinbeck bei Hamburg der Erörterungstermin für den Rückbau des Atomkraftwerkes Krümmel statt. Hier findet ihr unsere erste Einschätzung des Termins.

Das Genehmigungsverfahren schreibt für derartige Termine ein Wortprotokoll vor. Bereits beim entsprechenden Termin für den Rückbauantrag der Atomforschungsanlagen des HZG hat die Begleitgruppe von der Genehmigungsbehörde dem Umweltministerium in Kiel (MELUND) eine Veröffentlichung des Protokolls erbeten – leider erfolglos. An dieser aus Haltung des Ministeriums hat sich nichts geändert. Das Protokoll liegt zwar vor und wurde nun als pdf an die TeilnehmerInnen des Erörterungstermins versendet, allerdings mit der Auflage, es nicht weiter zu verbreiten. Auch wenn MELUND andere Dokumente aus dem Rückbauverfahren online stellt, ist das für das Protokoll nicht vorgesehen. Aus unserer Sicht ein Verlust im Bemühen um Glaubwürdigkeit und Transparenz.

 Menschen, die nicht beim Erörterungstermin waren, aber vorab eine Einwendung geschrieben haben, dürfen hingegen das Protokoll lesen. Sie können es beim MELUND anfordern.

Bitte richtet Eure Anfragen an:

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

Referat Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen für kerntechnische Anlagen

Adolf-Westphal-Straße 4

24143 Kiel

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Rückbau-Veranstaltung der Landkreise Harburg und Lüneburg – Teil 3

Die Stilllegung und der Rückbau des „Krümmel Monster“ sind ohne Frage ein Gewinn für die Region. Doch auch die Rückbaumaßnahmen und vor allem die Lagerung des verbleibenden Atommülls sind mit erheblichen Strahlenrisiken verbunden. Das Atomrecht sieht für den über viele Jahrzehnte laufenden Prozess nur eine Bürgerbeteiligung vor.  Das Land Niedersachsen hat daher den Landkreisen Harburg und Lüneburg Gelder zur Verfügung gestellt, damit die BürgerInnen qualifizierte Einwendungen erheben können. Insgesamt sind drei Veranstaltungen in den beiden Landkreisen geplant. Leider folgt nun Teil 3 erst nach Abschluss der Bügerbeteiligung.

Dennoch bietet sie eine Möglichkeit, sich kritisch mit den Plänen des Betreibers auseinander zu setzen.

Im Mittelpunkt steht diesmal die Überwachung der Anlage und ihrer Umgebung beim Rückbau. Über die eigenen Maßnahmen des Betreibers berichtet Wolfgang Schappert, Fachbereichsleiter Überwachung beim Kernkraftwerk Krümmel. Die Umgebungskontrolle und die Überwachung des Atomreaktors aus der Ferne erläutert Dr. Jürgen Müller vom Ministerium für Energiewende in Kiel in seinem Vortrag. Zu beiden Themen nimmt anschließend Karsten Hinrichsen von der Bürgerinitiative „Brokdorf Akut“ Stellung.

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Info- und Diskussionsveranstaltung der Landkreise Lüneburg und Harburg

Donnerstag 21. März 2019 von 18:00 – 21:00 Uhr

Forum des Bernhard-Riemann-Gymnasiums

Duvenbornsweg 5a

21379 Scharnebeck

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LAgAtom ist kein Veranstalter der Reihe, begrüßt das Engagement der Landkreise aber ausdrücklich. Wir hoffen auf viele kritische Fragen.

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Zwei Tage Erörterung zum Rückbau AKW-Krümmel – LAgAtom zieht erste Bilanz

Am 11. und 12. Dezember fand in Reinbeck bei Hamburg die Erörterung zum Rückbauantrag für das AKW Krümmel statt. Lagatom hat sich hier im Vorfeld intensiv mit einer Sammeleinwendung eingebracht und war bei dem Termin mit vier VertreterInnen dabei.

Wir wollen hier eine erste Bilanz ziehen.

Für die, die nicht im Thema sind: Worum geht’s? Vattenfall hat den sofortigen Rückbau des AKW Krümmel beantragt. Außerdem will der Betreiber auf dem AKW Gelände in Geesthacht neben der vorhandenen CASTOR-Halle für den hochradioaktiven Atommüll ein neues Lager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll bauen (LASMA). Beide Lager werden über Jahrzehnte benötigt, denn betriebsbereite Endlager sind nicht in Sicht.

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Hauptkritikpunkte am Rückbaukonzept (aktualisiert nach dem Erörterungstermin)

Die Presse zum Erörterungstermin

So kommt ihr zum Wortprotokoll des Erörterungstermins

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Den Auftakt beim Erörterungstermin machte der Staatssekretär im Kieler Umweltministerium (MELUND), Herr Goldschmidt. Er legte die Anspruchslatte ganz schön hoch, indem er den Erörterungstermin als Sternstunde der Demokratie bezeichnete. So ganz euphorisch schließen wir uns da dann doch nicht an. Weiterlesen

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Erörterungstermin zum Rückbau des AKW Krümmel – das schreibt und sagt die Presse

Das AKW Krümmel wird zurück gebaut. Neben aller Freude über das Ende des Krümmelmonsters bleibt die Sorge um die Risiken, die mit dem Abbau verbunden sind. Grund genug für eine kritische Begleitung durch die Anti-Atom-Bewegung.

Grund genug auch für die Presse, vom Erörterungstermin zum Rückbauantrag zu berichten.

Die Lüneburger Landeszeitung hat sich die Anwesenheit beim Termin gespart (shame on you). Dafür berichten andere umso mehr:

In der Online-Version der Lübecker Nachrichten sind gleich drei Artikel erschienen:

Atomkraftgegner diskutieren Rückbau des Atomkraftwerkes Krümmel

Lob für-Atomaufsicht von Atomkraftgegnern in Krümmel

Atomschrott aus Krümmel soll in die USA

Der NDR war immerhin am ersten Tag der Erörterung dabei:

Bürger-und-Betreiber-diskutieren-über-Krümmel-Rückbau

Und so sieht es das MELUND:
Bilanz_Erörterungstermin

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So kommt ihr an das Wortprotokoll vom Erörterungstermin zum Rückbau des AKW Krümmel

… oder auch nicht.

Zwei Tage Erörterungstermin: das ist ganz schön viel, um sich alles zu merken. Ohne Protokoll keine Chance, wenn man prüfen will, ob nichts unter  den Tisch gefallen ist. Schon für den Erörterungstermin zum Rückbau des HZG-Forschungsreaktors haben wir uns intensiv mit dem MELUND um die allgemeine Veröffentlichung gestritten. Selbst eine offizielle Anfrage der Begleitgruppe mit Unterstützung des Betreibers  half da nicht. Ein Hauptargument der Behörde war damals, dass man das vorab hätte klären müssen.

Wir lernen ja! Aber auch bei einen informelle Anfrage vor dem Erörterungstermin bleibt dabei: Das Protokoll wird  nur an den Betreiber und  die EinwenderInnen herausgegeben.

Alle die rechtzeitig Einwendung erhoben haben, können eine Abschrift bzw. ein pdf des Protokolls bei der Genehmigungsbehörde einfordern. Und das unabhängig davon, ob sie an den beiden Tagen in Reinbeck waren oder nicht.  

Anfragen an:

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

Referat Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen für kerntechnische Anlagen

Adolf-Westphal-Straße 4

24143 Kiel

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Ab 11.12.18 startet der Erörterungstermin zum Rückbau des AKW Krümmel

Am Dienstag, den 11. Dezember 2018, geht der Antrag auf Rückbau des AKW  Krümmel in die nächste Runde.

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11.12.18 09:30 Uhr (Einlass ab 08:30 Uhr)

Sachsenwald Forum, Hamburger Straße 4-8, 21456 Reinbek

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Zur Erinnerung der Betreiber Vattenfall hatte nach dem Verlust der Betriebsgenehmigung bis zum August 2015 gewartet und dann einen Antrag auf “sofortigen Rückbau” des AKW gestellt. Eigentlich eine gute Nachricht; aber wie so oft, muss man auf die Details schauen. Auch wenn die Antragsunterlagen, die im August und September Auslagen an vielen Stelle dürftig bleiben, wird doch eines deutlich, die Pläne von Vattenfall beinhalten viele Risiken.  (Mustereinwendung auf www.lagatom.de)

Grund für rund 400 Menschen, eine Einwendung gegen die Pläne zu erheben.

Diese Einwendungen  sollen nun ab dem 11.12.18 erörtert werden. (Der Termin wird ggf. am 12. Dezember und am 13. Dezember 2018 fortgesetzt.)

Redeberechtigt ist jedeR EinwenderIn. Zuschauer sind erlaubt.

Das MELUND hat vorab eine Leitfaden  zum Ablauf des Erörterungstermins veröffentlicht. Diesen Leifaden findet ihr auf der Seite des MELUND oder hier als Download.

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Strahlende Abwässer in die Elbe – wer will denn so etwas?

Nach und nach sollen in den kommenden Jahren die Pannenreaktoren an der Elbe zurück gebaut werden. Für die AKW Brunsbüttel und Krümmel hat der Betreiber Vattenfall dafür Anträge beim zuständigen Umweltministerium in Kiel (MELUND) gestellt.
Parallel dazu müssen auch neu Genehmigungen für die Einleitung von Kühl- und Abwässern gestellt werden. Aktuell läuft die Einwendungsfrist für den Antrag von Vattenfall , die beim Zerlegen des AKW Brunsbüttel entstehenden, strahlenden Abwässer, in die Elbe leiten zu dürfen.
Die Gruppe Bokdorf akut und die BUND Kreisgruppe Steinfurt kritisieren, dass wesentlich mehr Filtertechnik eingesetzt werden könnte. Damit sei die Strahlenbelastung auf nahe Null reduzierbar. Der Betreiber wolle hier Kosten sparen.
Eine Sammeleinwendung gegen diese unverantwortliche Belastung der Umwelt findet Ihr hier.

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Demonstration in Lüneburg: für Klimaschutz und Kohleausstieg

 

Im Dezember ist es wieder so weit und der nächste Weltklimagipfel findet statt. Dass bei solchen Gipfeltreffen nicht viel bzw. gar nichts bei rumkommt, ist nichts neues. Dass auch Deutschland in Form der Bundesregierung zu wenig für die Erreichung der Klimaziele oder gar Umweltschutz tut, ist auch kein Geheimnis mehr.

Gerade deswegen gilt es jetzt, die Stimme zu erheben und
gemeinsam für Klimagerechtigkeit und Umweltschutz zu demonstrieren.

Zusammen in einem großen Bündnis ist diese Demo entstanden.
Sie startet am

Samstag, den 24.11.18 um 11 Uhr
am Clamartpark (Friedenstraße 1, in Lüneburg)

Mehr Infos unter
https://www.facebook.com/events/177827453157707/

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70 Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände positionieren sich zur Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle: Lagatom fordert Konsequenzen für das Standortzwischenlager Krümmel

Die Zwischenlagerung  hochradioaktiver Abfälle ist eines der zentralen Problemfelder im Umgang mit den Hinterlassenschaften aus über 50 Jahren Atomenergie in Deutschland.

Die Suche nach einem Endlager stockt – noch gibt es nicht einmal ein tragfähiges Konzept, geschweige denn einen Standort. Die CASTOR-Behälter mit den abgebrannten Brennelementen müssen noch über Jahrzehnte in den Standortzwischenlagern an den AKW verbleiben. So auch am Standort Krümmel. Hier läuft die aktuelle Genehmigung 2046 aus. Was dann? Wie will man gewährleisten, dass auch bei einem Behälterversagen die Bevölkerung nicht gefährdet wird? Sind die Lager ausreichend gegen Terroranschläge geschützt? Wie kann ein bundesweites Konzept für die nächsten Jahrzehnte aussehen? Fragen, mit denen sich die zuständigen Behörden auseinandersetzen müssen.

Mit einem Positionspapier und Forderungskatalog sind nun 70 Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände (darunter auch Lagatom) an die Öffentlichkeit gegangen.

Positionspapier_Zwischenlagerung_hoch_radioaktiver_Abfälle

Für das AKW Krümmel geht es im Rahmen des Rückbauantrages des Betreibers Vattenfall nun ganz konkret darum, ein neues Konzept für die Reparatur und auch die Wartung der CASTOR-Behälter zu erstellen. Auch die Sicherheit und Sicherung des Standortzwischenlagers muss auf den Prüfstand. Hier ist nicht nur Vattenfall gefragt, sondern auch die  Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde das MELUND in Kiel und der ab 01.01.19 zuständige Lagerbetreiber die  Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ).

 

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HZG-Dialog: Betreiber überprüft eigenes Vorgehen; Begleitgruppe zieht Detaileinwendung zurück

Dass Atomanlagenbetreiber und Bevölkerung Sicherheitsrisiken unterschiedlich bewerten ist nichts Besonderes, sondern eher die Regel im Jahrzehnte alten Konflikt um diese Hochrisikotechnologie. Oft genug landete dieser Konflikt vor Gericht, da eine Einigung im Dialog nicht möglich erschien. Daher ist es bemerkenswert, dass im Rahmen des HZG-Dialogs ein Betreiber auf die kritischen Nachfragen eingeht und die eigenen Pläne hinterfragt. Das hat nun zu einem absoluten Novum geführt: die Begleitgruppe hat in einem Detailpunkt ihre formelle Einwendung gegen die Stilllegungspläne zurück genommen. Worum es dabei im Detail geht erläutert der neu erschienene Newsletter „HZG im Dialog“


Newsletter „HZG im Dialog“ der Begleitgruppe „Stilllegung Atomanlagen des HZG (ehem. GKSS)“ und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) – Oktober 2018

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