Montagsmahnwache macht nach Somerpause am 03.09.2012 weiter

Die Lüneburger Mahnwache

Seit Oktober 2010 trifft sich, wie auch in anderen Städten, jeweils Montags um 18:00 die Mahnwache gegen Atomkraft und für eine Energiewende. Wie im vergangenen Jahr gibt es auch 2012 eine Sommerpause.

Die letzte Mahnwache wird am 9. Juli stattfinden. Am 03. September geht es dann wieder los: Immer Montags ab 18.00 Uhr vor der IHK am Sande.

Noch ein Wort zur Mahnwache von Uwe Schult

Ich habe schon 1981 zusammen mit 100.000 anderen in Brokdorf gegen die so genannte friedliche Nutzung der Kernenergie demonstriert. Wieso, haben wir schon damals erkannt dass diese Technik ein fataler Irrweg ist. So viele kluge Köpfe in unseren Parlamenten sind auch heute noch dafür. Denn die letzte der schwarz-gelben Energiewenden nach Fukushima beruht ja nicht auf der Erkenntnis , dass die Kernenergie unsinnig ist, sondern nur auf der Angst, Wählerstimmen zu verlieren.

Was für Kräfte sind das, die Menschen zu so fürchterlichen Fehlentscheidungen verleiten?

Jetzt wird nach meinem Gefühl schon wieder die nächste Energiewende eingeleitet. In allen Medien wird die Lüge von den steigenden Strompreisen verbreitet, die durch die Förderung des Ökostroms verursacht sein soll. Nach einer Studie von Greenpeace müsste 1 KW/h Atomstrom ca 2,70 € kosten, so viel ich weiß, ohne Abdeckung des Restrisikos.

Ich habe das Gefühl, in unseren Parlamenten sitzen nur Marionetten, die hilflos an den Fäden der Lobbyisten zappeln.

Zu den von Lagatom schon aufgeführten Argumenten gegen Kernenergie noch ein Argument zur Ethik von Aktienbesitz:

Am Beispiel Kernkraft

1 Generation hat sich jetzt an der Dividende beim Bau und Betrieb der Atomkraftwerke bereichert (nur die Aktionäre).

40.000 Generationen müssen die Suppe auslöffeln (das ganze Volk).

Die langlebigsten Gifte aus dieser Produktion müssen ca 1 Million Jahre gewartet und bewacht werden.

Gewartet, damit sie nicht vorzeitig in die natürlichen Kreisläufe Erde, Wasser und Luft gelangen.

Bewacht damit sie nicht in die Hände irgendwelcher Radikalinskis, sei es  religiöser oder politischer oder krimineller Natur, gelangen . Das kann keineswegs von einer privaten Wach- und Schliessgesellschaft, wie von der schwarz gelben Koalition vorgeschlagen, sondern muss von Polizei oder Bundeswehr gemacht werden.

Falls das so genannte Restrisiko eintritt, verursacht das unendliches Leid und Schaden, der durch keine Versicherung dieser Welt übernommen werden kann! (siehe Tschernobyl und Fukushima). Keiner kann ausschließen, dass dies nicht morgen auch bei uns eintritt!

Der Besitz von Aktien entbindet nicht von der Verpflichtung sich zu informieren, was damit gemacht wird .

Trotz alle dem ist es nicht nur frustrierend, an der Mahnwache teil zu nehmen. Es tut auch gut, mit Gleichgesinnten etwas zu unternehmen, z.B. Lieder zum Erhalt unserer Erde zu singen. Dazu obiges Foto.

Uwe Schult
Mahnwachen Teilnehmer

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