Japan nach Fukushima

Ein und ein halbes Jahr sind seit der Natur- und Reaktorkatastrophe in Nordost-Japan vergangen. Während die direkten Schäden von Erdbeben und Tsunami langsam beseitigt werden, bleiben radioaktive Verseuchung und weitere Gefahren durch die havarierten Reaktoren. Aus der deutschen Presse ist das Thema weitgehend verbannt, für die Menschen vor Ort sind die Folgen des radioaktiven (Größen-) Wahnsinns jedoch alltägliche Realität.

Herr Prof. Yoshimi Morishima, Germanistikprofessor an der Universität Hiroshima Shudo, organisiert seit 2007 internationale Jugend-Künstler-Austausche unter dem Thema “Frieden als konfliktreiche Zeit ohne Krieg“. Er setzte sich dabei auch intensiv mit den Folgen des Atombombenabwurfs auf seine Heimatstadt auseinander.

Herr Seiichi Nakate stammt aus Fukushima und hat hier bereits 1988 das „Netzwerk für den Atom-Ausstieg in Fukushima“ mitbegründet. Im Mai 2011 rief er die Elterninitiative “Fukushima Netzwerk zum Schutz der Kinder vor Radioaktivität“ ins Leben.

Herr Morishima und Herr Nakate mit seinem Sohn Ryuichi werden sich vom 19. bis 26. September zu einer Vortragsreise in Deutschland aufhalten. Die Gäste aus Japan werden vor allem aus Fukushima berichten. Eindrücklich werden sie schildern, wie sich die Reaktorkatastrophe auf das alltägliche Leben auswirkt. Schwerpunkte werden die Situation der Kinder, die Umsiedlungsmaßnahmen, das Verhalten der Regierung und die erstarkende Anti-Atom-Bewegung in Japan sein.

Montag 24.09.2012

18:00 Montagsmahnwache vor der IHK, Am Sande

19:30 Vortragsveranstaltung im Foyer der Volkshochschule Lüneburg, Haagestr. 4

…beides in Lüneburg organisiert vom LAgA

Dienstag 25.09.2012

18:00 Gemeindezentrum Christuskirche Geesthacht, Neuer Krug 4

21502 Geesthacht (organisiert vom Ehepaar Boll, BUND Geesthacht und Pastor Th. Heise)

Flyer

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