Solidarität mit Südafrikanischer Anti-Atom-Bewegung

An der südlichsten Spitze Afrikas, an der Atlantischer und Indischer Ozean zusammenstoßen, liegt eine Region, die von globaler Bedeutung für den Naturschutz ist. Hier befinden sich letzte natürliche Refugien der endemischen Kap-Flora. Hier treffen sich im Südwinter im warmen Wasser der geschützten Buchten die Wale der Antarktis, um sich zu paaren und im darauffolgenden Jahr zu kalben. Afrikanische Pinguine und Weiße Haie leben in den Gewässern vor der Küste und auch einzelne Vogelarten unter den Langstreckenziehern verbringen hier die Zeit, während es bei uns Winter ist, um dann im Frühling nach Europa zurück zu kehren.

Sicherlich eine der schönsten Landschaften der Welt! Aber warum findet das Erwähnung auf einer Anti-Atom-Internetseite? In Bantamsklip beim Agulhas Nationalpark plant der nationale Energieversorger Eskom den Bau eines AKW. Er wird dabei auch nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima durch die südafrikanische Regierung tatkräftig unterstützt. Sie will weitere Reaktoren zu den beiden bisher im Land laufenden bauen und damit den Atomstromanteil Südafrikas, der zur Zeit unter 10 % liegt, erhöhen. Zunächst soll in Bantamsklip ein 4000 MW-Druckwasser-Reaktor entstehen, später eine zweite Anlage. Favorisierter Bauherr ist die europäische AREVA.

Wie auch in anderen Ländern erstarkt der Widerstand gegen die Pläne weiterhin an der Atomkraft festzuhalten. Die Organisation Save Bantamsklip wehrt sich mit Demonstrationen und nur auch einer Petition gegen den Bau des AKW. Wichtig ist ihnen dabei, dass auch Alternativstandorte keine Lösung sind.

Sie fordern von der Südafrikanischen Regierung kein Geld in eine Technik zu verschwenden, die neben allen Risiken bewiesen hat, dass sie sich finanziell nicht lohnt. Insbesondere in einem Land, dass sein Geld für die Überwindung von sozialen Problemen und den Kampf gegen AIDS benötigt. Sie sind davon überzeugt, dass ein übergreifendes Energiekonzept notwendig ist, das auf einer Einbeziehung der Zivilgesellschaft fußt und den Focus auf Energie Effizienz und Erneuerbare Energie legt.

Sicherlich Unterstützens werte Forderungen! Aber warum findet das Erwähnung auf einer deutschsprachigen Anti-Atom-Internetseite? Und damit sind wir wieder bei den Walen und Vögeln. Tierarten, die über weite Strecken um den Globus ziehen von Bantamsklam in Südafrika über Gorleben in der Elbtalaue nach Forsmark in Schweden, können als Sinnbild dafür stehen, dass wir alle nur auf einer kleinen Kugel leben. Die nukleare Bedrohung dieser Wahnsinnstechnik betrifft uns weltweit nicht nur in Krümmel, Gorleben, Grundremmingen und co. Immer hat die deutsche Anti-Atom-Bewegung die Abschaltung aller AKW weltweit gefordert. Deshalb zeigt sie sich auch solidarisch mit ähnlichen Gruppen in anderen Ländern.

Save Bantamsklip erhofft sich von ihrer Online-Petition ein Umdenken der Regierung. Besonders europäischen TeilnehmerInnen könnten dabei von Bedeutung sein, weil sie Belegen, das der Welt nicht egal ist, was im südlichsten Zipfel Afrikas geschieht.

Weiter Infos bei Save bantamsklip.

 Hier geht es direkt zur Online-Petition.

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