Rückbau AKW Krümmel – Mustereinwendung bei LAgAtom

Warum Einwendung erheben? Zum  beantragten Abriss des AKW Krümmel muss vor der Genehmigung durch die Behörde eine Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt werden. Dazu werden die Antragsunterlagen (hier im Download) zeitlich befristet ausgelegt. Bis zum 24.09.2018 besteht die Möglichkeit, Einwendungen gegen die Pläne von Vattenfall beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein, Adolf-Westphal-Str. 4, 24143 Kiel zu erheben.

Wir fordern dazu auf, mit der Einwendung ein politisches Zeichen zu setzen. Alle, die das machen, können auch an dem Erörterungstermin zu diesen Einwendungen mit Rederecht teilnehmen und haben später das Recht, gegen die Genehmigung zu klagen. Wer nicht einwendet, verliert damit auch sein Klagerecht.

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Downloads:

Infoblatt:_Warum Einwendungen erheben

Mustereinwendung Einzelperson: word; pdf

Mustereinwendung  Sammelliste: pdf

 

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Die radioaktive Gefahr bleibt auch nach dem Abschalten bestehen!

 Nachdem die Energieversorger über Jahrzehnte viel Geld mit dem Atomstrom verdient haben, stehen nun mit dem Rückbau der AKW und der Lagerung des  Atommülls die Kosten des nuklearen Wahnsinns an. Mit der Bildung des Entsorgungsfonds haben sich Bunderegierung und Betreiber auf ein wirtschaftsfreundliches Finanzierungsmodell geeinigt – Gewinne privatisieren, Kosten und Risiken vergesellschaften.

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Infoveranstaltung von BUND Lüneburg und LAgAtom:

Das AKW Krümmel wird zurückgebaut – da haben wir was einzuwenden!

Mittwoch 15.08.18; 19:00

Freiraum; Lüneburg Salzstraße 1

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Sobald die AKWe abgerissen sind und der Atommüll verpackt in den Hallen an den Rückbaustandorten steht, sind Vattenfall und Co. aus dem Schneider, ab jetzt muss der Staat zahlen; zunächst aus den Fondmitteln und wenn das nicht reicht, aus Steuergeldern.

Kein Wunder also, dass der Rückbau schnell und kostengünstig geschehen soll.

Ein besonderes Kostensparmodell ist dabei die so genannte „Freigabe“. Über 90 % des Bauschuttes sollen auf normalen Bauschuttdeponien oder gar in den Recyclingkreislauf entsorgt werden. Unter der BAB 6 bei Karlsruhe ruht jetzt beispielsweise ein Teil des AKW Obrigheim. Dabei ist der Schutt nicht unbedenklich. Zumindest ein Teil ist „leicht“ strahlend. Die dafür zugrunde gelegten Grenzwerte sind höchst umstritten. So hat sich zum Beispiel die Landesärztekammer Baden-Württemberg gegen die aktuelle Freigabepraxis ausgesprochen.

Wir fordern: Wirtschaftlichkeit darf beim Rückbau keine Rolle spielen! Strahlenschutz und Sicherheit müssen Vor­rang haben! Keine unkontrollierte Verteilung von Atommüll auf Deponien und im Straßenbau!

Atommüll – und keine Lösung in Sicht!

Seit Beginn der Atomindustrie bleibt die Entsorgungsfrage unbeantwortet, eine kurzfristige Scheinlösung folgt auf die andere. Der Startpunkt für die Inbetriebnahme des Lagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle „Schacht Kon­rad“ wurde gerade erst wieder um weitere fünf Jahre auf 2027 verschoben. Gravierende Zweifel an der ge­ne­rel­len Eignung des Schachtes bleiben bestehen. Die neugestartete Suche für ein Lager für hochradioaktiven Atom­müll ist schon in den ersten Schritten ins Stocken geraten. Schon jetzt wird in Zweifel gestellt, ob der ur­sprüng­liche Plan, bis 2050 einen Lagerstandort präsentieren zu können, gehalten werden kann. Fakt ist: Auch nach dem Rückbau des AKW Krümmel wird der Atommüll noch über Jahrzehnte in Geesthacht bleiben. Das muss schon vor dem Rückbau berücksichtigt werden. Aktuell ist die CASTOR-Halle aber nur für eine Lagerung bis 2041 ausgelegt und mit dem Rückbau des AKW fällt  sogar die Möglichkeit zur Reparatur eines defekten Be­häl­ters am Standort weg. Und auch das Lagerkonzept für die „KONRAD Container“ geht von einem zügigen Ab­trans­port aus. Was, wenn es wieder wie in Brunsbüttel läuft (gleichen Betreiber) und die Fässer durchrosten? 

Wir fordern: Keine Baumaßnahmen, bevor nicht gesichert ist, wie und wo der Atommüll nach dem Rückbau ge­la­gert wird!

 

Weitere Infos findet Ihr hier.

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